Tag: Vortrag

  • Vortrag über Asteroiden und Meteore – Prof. Dr. Hansjörg Dittus

    Vortrag über Asteroiden und Meteore – Prof. Dr. Hansjörg Dittus

    Ein Vortrags- und Beobachtungsabend zur Welt der Asteroiden, Kometen und Near-Earth-Objekte mit Einblicken in Raumfahrtforschung und Planetary Defense.

    Jeden Tag erreichen Hunderte bis Tausende Tonnen meteoritischen Materials die Erde – die meisten verglühen lautlos in der Atmosphäre. Doch was verraten uns diese kosmischen Besucher? Bei diesem AstroEvent führt uns Prof. Dr. Hansjörg Dittus in die faszinierende Welt der Asteroiden, Kometen und interstellaren Objekte – kosmische Zeitkapseln, die seit Milliarden Jahren nahezu unverändert durch unser Sonnensystem reisen und wertvolle Hinweise auf dessen Entstehung liefern. Über 31’000 sogenannte Near-Earth Objects sind bekannt. Wie erforschen wir sie? Und wie können Raumfahrtmissionen helfen, potenziell gefährliche Einschläge zu verhindern? Der Vortrag gibt Einblick in aktuelle Forschung und die sogenannte «Planetary Defense».

    Im Anschluss beobachten wir gemeinsam mit dem Team der Sternwarte viadalat den Nachthimmel durch Teleskope.

    Prof. Dr. Hansjörg Dittus war von 2008 bis 2021 in führenden Funktionen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) tätig. Als Direktor des Instituts für Raumfahrtsysteme und später als Vorstandsmitglied verantwortete er die Raumfahrtforschung sowie die Technologieentwicklung des DLR.

  • Wer versteht die „Lichtgeschwindigkeit“?

    Wer versteht die „Lichtgeschwindigkeit“?

    Referent: Roland Stalder (AGL)

    Wir alle haben schon von der sogenannten „Lichtgeschwindigkeit“ c gehört. Historisch wurde diese erstmals im Jahr 1676 – vor exakt 350 Jahren von Ole Rømer gemessen. Er bewies damit, dass sich Licht mit einer endlichen Geschwindigkeit ausbreitet. Isaac Newton ist 11 Jahre später (1687) trotzdem noch davon ausgegangen, dass sich die Gravitation „sofort“ ausbreitet – eine Theorie, welche erst ab 1900 hinterfragt wurde. Albert Einstein hat uns 1905 gezeigt, dass die Konstante c in der vierdimensionalen Raum-Zeit eine viel tiefere Bedeutung hat. Auf diese moderne Bedeutung von c will ich in diesem Vortrag auch näher eingehen. Dabei brauchen wir praktisch keine Formeln: wer den Satz des Pythagoras verstanden hat, sollte folgen können. Und trotzdem werden wohl einige verblüfft nach Hause gehen.
    Frage: Können wir mit Geschwindigkeit c reisen? Antwort: Einstein lehrt uns: Wir müssen – alle und immer, unbedingt!

  • Die Vermessung der Vergangenheit.

    Die Vermessung der Vergangenheit.

    Zur Verbindung von Astronomie und Chronologie im Alten Orient

    Referentin: Prof. Rita Gautschy (Universität Basel)

    Antike astronomische Beobachtungen sind wichtige Hilfsmittel für die Rekonstruktion der Chronologie des Alten Orients. Finsternisse, Mond- und Siriusdaten erlauben es, historische Ereignisse mit absoluten Daten zu verbinden und Herrscherfolgen zeitlich einzuordnen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Wechselwirkung von Astronomie und Geschichtswissenschaft in Ägypten und Mesopotamien und zeigt, wie moderne Forschung antike Texte und Himmelsereignisse miteinander verknüpft. Dabei werden sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen astronomischer Datierung behandelt, und aufgezeigt, dass antike Beobachtungen auch wertvolle Beiträge zur Beantwortung moderner Fragestellungen liefern können.

  • Neuere Resultate und fundamentale Probleme der Sonnenforschung

    Neuere Resultate und fundamentale Probleme der Sonnenforschung

    Referent: Dr. Oskar Steiner (IRSOL, Locarno)

    Die Sonne ist seit Anfang des 17. Jahrhunderts Gegenstand intensiver Erforschung. Man könnte glauben, alles zu wissen über die Sonne. Jedoch, trotz enormer Fortschritte in der Beobachtungstechnik und der numerischen Simulation, stellen sich noch immer eine Anzahl fundamentaler, ungelöster Fragen. An erster Stelle steht nach wie vor das Problem der Erhitzung der äusseren Schichten der Sonnenatmosphäre, der Chromosphäre und Korona. Dann aber stellt sich auch die Frage nach dem Sonnenzyklus und der Erzeugung des Magnetfeldes. Auch ist die Entstehung der Sonnenflecken an der Sonnenoberfläche noch unverstanden.

    Der Vortrag befasst sich sowohl mit solchen offenen Fragen als auch mit neueren Resultaten, Entwicklungen in der Beobachtungstechnik und neuen, spektakulären Aufnahmen der Sonne.

  • Blackout am Himmel und GV Sternwarte Rümlang

    Blackout am Himmel und GV Sternwarte Rümlang

    Blackout am Himmel: Treffender lässt sich eine totale Sonnenfinsternis kaum beschreiben. Roger Laube hält im Anschluss an die Generalversammlung der Sternwarte Rümlang einen Vortrag über Sonnenfinsternisse. Die Anwesenden erfahren alles Wissenswerte über die Himmelsmechanik, die zu Sonnenfinsternissen führt. Der Referent blickt auch weit in die Vergangenheit zurück und macht Erklärungsversuche über Sonnenfinsternisse in der Antike und im Mittelalter. Dann teilt er mit dem Publikum seine Erinnerungen an die Sonnenfinsternis 2017 in den USA. Abschliessend folgt ein Ausblick auf die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 sowie auf jene im darauffolgenden Jahr. Beginn der GV 19:30 Uhr, Beginn des Vortrags ca. 20:30 Uhr

  • Musica Universalis – Grenzgänge zwischen Astronomie und Musik

    Musica Universalis – Grenzgänge zwischen Astronomie und Musik

    Referent: Prof. Dr. phil. Michel Roth (Hochschule für Musik Basel/FHNW)

    Als Galileo Galilei in seinem Dialog (1632) das alte und das neue Weltbild verglich, folgte er auch dem Vorbild seines Vaters, dem einflussreichen Musiker Vincenzo Galilei, der 50 Jahre früher einen Dialog zwischen der alten und der neuen (Barock-)Musik veröffentlichte und damit ebenfalls ziemlich Staub aufwirbelte. Der Sprössling Galileo zeigte Talent auf der Laute, während sich Vater Vincenzo nebenbei als Experimentalphysiker betätigte und Teile der antiken Musiktheorie widerlegte.

    Ausgehend vom Epochenwechsel um 1600 beleuchtet der Vortrag die enge Verflechtung von Astronomie und Musik: von der Vorstellung einer Musica Universalis im Altertum über Johannes Keplers Planeten-Melodien bis zu Pulsaren als Metronome.

  • Gravitationswellen – eine neue Art unseren Kosmos zu beobachten

    Gravitationswellen – eine neue Art unseren Kosmos zu beobachten

    Referent: Dr. Eduardo Rubio-Herrera (Planetarium VHS)

    Gravitationswellen sind Schwingungen von Raum und Zeit, die Albert Einstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts theoretisch vorhergesagt hat. Sie liefern Informationen über einige der extremsten und katastrophalsten Ereignisse im Universum, nämlich die gewaltsame Verschmelzung kompakter Objekte wie Neutronensterne und Schwarze Löcher. Es dauerte viele Jahrzehnte, bis sie entdeckt wurden, erst 2014 wurden sie vom LIGO-Observatorium entdeckt und bestätigt. Ihre Entdeckung war ein Meilenstein in der Geschichte der Wissenschaft der Menschheit.

    Heute, mit fast hundert bestätigten Gravitationswellenereignisse, haben wir neue Aspekte unseres Universums erkannt, beispielsweise wie massive Sterne ihre Entwicklung beenden und wie die Schwerkraft wirkt. Mit der Entdeckung der Gravitationswellen haben wir die Tür zur Gravitationsastronomie geöffnet, einem neuen Fenster zur Erforschung unseres Kosmos.

    In diesem Vortrag möchte ich einige historische Punkte Revue passieren lassen, die uns zu einem Verständnis der Wirkungsweise der Schwerkraft geführt haben. Wir werden etwas über die Bedeutung der Entdeckung von Gravitationswellen für die moderne Astrophysik sowie über ihre möglichen Auswirkungen auf unser Verständnis des Universums erfahren.

  • Die ESA Mission ARRAKIHS

    Die ESA Mission ARRAKIHS

    Referentin: Dr. Rebekka Coles-Bieri, Institut für Astrophysik der Universität Zürich

    Frau Dr. Rebekka Coles-Bieri stellt in diesem Vortrag die ESA-Mission ARRAKIHS vor, bei der sie als wissenschaftliche Koordinatorin tätig ist. Die Mission konzentriert sich auf die Beobachtung extrem lichtschwacher Strukturen in den äusseren Bereichen von Galaxien. Diese Strukturen liefern zentrale Hinweise darauf, wie Galaxien wie unsere Milchstrasse wachsen, Materie akkretieren und sich im Zusammenspiel von barionischer Physik und Dunkler Materie entwickeln. Der Vortrag gibt einen Überblick über die wissenschaftlichen Ziele von ARRAKIHS, die Beobachtungsstrategie der Mission sowie die Bedeutung numerischer Simulationen für die Interpretation der erwarteten Beobachtungen.

  • AstroEvent: Ariane 6, die neue Schwerlastrakete Europas + Himmelsbeobachtung

    AstroEvent: Ariane 6, die neue Schwerlastrakete Europas + Himmelsbeobachtung

    Referent: Prof. Stefan Schlechtriem

    Prof. Stefan Schlechtriem nimmt uns mit in die spannende Entwicklung der europäischen Raumfahrt mit dem Thema «Ariane 6 die neue Schwerlastrakete Europas; wo kommen wir her, wo gehen wir hin?». Anschliessend beobachten wir die Sterne und Planeten mit unseren Teleskopen.

    Die Ariane 6 repräsentiert die neueste Generation der Trägerraketen und sichert Europas eigenständigen Zugang zum Weltraum. Im Juli 2024 absolvierte die Ariane 6 ihren erfolgreichen Jungfernflug und läutete damit ein neues Kapitel der europäischen Raumfahrt ein. Sie spielt eine Schlüsselrolle für Bereiche wie Telekommunikation, Erdbeobachtung, Navigation und Weltraumforschung.

    Zur Person: Prof. Stefan Schlechtriem ist Direktor des Instituts für Raumfahrtantriebe beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Eines seiner aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte ist die Ariane 6.

  • Sonnenfinsternis am 12. August 2026 in Spanien

    Sonnenfinsternis am 12. August 2026 in Spanien

    Referent: Markus Burch (AGL)

    Im nächsten Sommer wird in Europa nach längerem Unterbruch wieder eine totale Sonnenfinsternis stattfinden. Wir schauen uns an, wo die Finsternis überall zu sehen ist und welche Phänomene zu erwarten sind. Aus welchem Saros-Zyklus stammt die Finsternis. Wo war die letzte Finsternis und wo wird die nächste sein? Was macht das Wetter in Spanien und Island? Wo dürfte statistisch gesehen die beste Möglichkeit sein die Finsternis zu beobachten? Wie mache ich eine Fotografie als Erinnerung. Wie sieht die hoch partielle Finsternis in Luzern beim Sonnenuntergang aus.

    Da nach einer Finsternis auch vor einer Finsternis ist, schauen wir schon auf die totale Sonnenfinsternis vom 2. August 2027, welche ebenfalls einen Teil von Spanien trifft und dann im nordafrikanischen Raum für mehr als 6 Minuten den Himmel verfinstert.

  • Die Voyager-Raumsonden – Erforscher der Gasriesen und interstellare Pioniere + Himmelsbeobachtung

    Die Voyager-Raumsonden – Erforscher der Gasriesen und interstellare Pioniere + Himmelsbeobachtung

    Jonathan Nowack vom Team viadalat präsentiert die Voyager-Missionen, die als erste Raumsonden unser Sonnensystem verliessen. Er zeigt, wie diese Sonden die Gasriesen erkundeten und heute noch Daten aus dem interstellaren Raum senden. Im Anschluss findet eine Himmelsbeobachtung auf der Sternwarte viadalat statt.

    Im Jahre 1977 wurden zwei identische Raumsonden in das äussere Sonnensystem geschickt. Die Missionen Voyager 1 und 2. Ihre Hauptmission war es die 4 Gasplaneten Saturn, Jupiter, Uranus und Neptun genauer zu untersuchen. Nachdem diese Aufgabe erfüllt war, wurden die beiden Raumsonden auf eine Trajektion gebracht, mit dem Ziel, sie aus dem Sonnensystem zu katapultieren. Dies gelang ihnen nach einigen Jahrzehnten an Flugzeit auch, was sie zu den ersten und bis jetzt einzigen interstellaren Raumsonden machte.

    Heute, nach fast 50 Jahren, sind die Raumsonden immer noch in Betrieb und kommunizieren regelmässig mit der Erde. Kommen sie vorbei und lernen sie, wie diese technologischen Meisterwerke funktionieren und was sie uns alles über das äussere Sonnensystem beibrachten.

  • Die eruptive Sonne und ihr Einfluss auf die Erde + Himmelsbeobachtung

    Die eruptive Sonne und ihr Einfluss auf die Erde + Himmelsbeobachtung

    Prof. Solanki beleuchtet Sonneneruptionen, die technische Systeme gefährden. Er erklärt, wie Vorhersagen getroffen werden und welche Rolle das Magnetfeld spielt. Im Anschluss findet eine Himmelsbeobachtung auf der Sternwarte viadalat statt.

    Unter den vielen aktiven Phänomenen unseres unruhigen Sterns, der Sonne, sind die energiereichen Eruptionen (Flares) und die riesigen koronalen Massenauswürfe (CMEs) die eindrucksvollsten. Diese haben auch den größten Einfluss auf die Erde, z.B. ruft ein zur Erde gerichteter koronaler Massenauswurf diverse Phänomene in der Magnetosphäre und der oberen Atmosphäre der Erde hervor. Zudem können dadurch auch exponierte oder empfindliche technische Systeme, z.B. Satelliten, beeinträchtigt oder gar zerstört werden. Von besonderem Interesse sind sogenannte Superflares, massive Eruptionen, die zum Glück sehr selten auftreten. Dank der Untersuchung von anderen Sternen und Baumringen, welche Informationen über die historische Sonnenaktivität speichern, gibt es jetzt Hinweise, wie häufig solche besonders massive und vermutlich besonders zerstörerische Ereignisse vorkommen. Die Hauptquelle der Aktivität der Sonne ist deren komplexes und dynamisches Magnetfeld, welches auch eine wichtige Rolle bei der Vorhersage dieser destruktiven Ereignisse spielt. Leider ist es bisher nur recht bedingt möglich solare Eruptionen oder Massenauswürfe vorher zu sagen Die gegenwärtig in der Vorbereitung befindliche Vigil Mission der ESA soll eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Vorhersagen spielen.